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Aperitif

Der klassische Before Dinner Drink

Aperitifs sind Getränke, die vor dem Essen genossen werden. Das Wort „Aperitif“ leitet sich aus dem Latein von „aperire“ ab, was so viel wie „öffnen“ bedeutet. Das bezieht sich vor allen Dingen auf die Öffnung des Gaumens. Bei Aperitifs handelt es sich entweder um eine weinhaltige Spirituose oder aber um anishaltige Spirituosen, Bitteraperitifs und Vermouth.

Zu den Before Dinner Drinks zählen alle Mischgetränke die „trocken“ sind. „Trocken“ heißt so viel wie, dass in dem Mischgetränk kein oder sehr wenig Zucker vorhanden ist. Diese Getränke werden, wie der Name schon sagt, meistens vor dem Essen gereicht („Before-Dinner“ ist Englisch und bedeutet übersetzt so viel wie „Vor dem Essen“). Durch den trockenen Charakter soll der Appetit angeregt werden. Aus diesem Grund werden die Getränke vor dem Essen gereicht.

Negroni - Ein klassischer Bitter Aperitif

Der Negroni Cocktail gehört zur „Familie“ der Bitter Aperitifs. Das bedeutet frei übersetzt so viel wie „Bittere Medizin“. Ursprünglich wurde diese Gattung zu medizinischen Zwecken aus Kräutern, Wurzeln, Beeren und Schalen gewonnen. Hauptsächliche wurde die medizinische Anwendung von Schiffsärzten eingesetzt, um von tropischen Infektionen geplagten Seeleuten durch Chinin zu behandeln.

Da erste Mal wurde ein Bitter Aperitif um 1820 von einem Arzt namens Dr. Johann Gottlieb Benjamin Siegert aus über 40 Kräutern hergestellt, um Fieber und Magenerkrankungen zu behandeln. Dabei wurden diese Bitter nach der ansässigen Stadt: Angostura benannt. Nach dieser Stadt ist heute der bekannteste Bitter benannt: Angosturabitter.

Schnell fanden die Matrosen heraus, dass diese Medizin viel angenehmer durch den Zusatz von Wasser getrunken werden konnte. Somit wurden die ersten Cocktails erfunden. Schon Bitter waren äußerst hochprozentig. Heutzutage ist der Bitter Aperitif nicht mehr wegzudenken. Vor dem Essen, als Appetitanreger wird diese Art wohl nie in Vergessenheit geraten.

Die beliebtesten Aperitif Rezepte

Weinhaltige Spirituosen - Weinaperitifs

Linie Aquavit wird in Norwegen, genauer in Oslo, von der Familie Arcus As hergestellt. Das Destillat besitzt einen hervorragenden Kümmelgeschmack und kann daher besonders gut als After-Dinner-Drink gereicht werden. Nach der ca. 19-Monatigen Lagerung in ehemaligen Sherry Fässern besitzt der Aquavit eine goldgelbe Farbe. Während dieser 19 Monaten Reifezeit befinden sich die Fässer auf Schiffen, die in der Zeit mindestens zwei Mal den Äquator überqueren. Auf der Rückseite jeder Flasche ist der Schiffsname und der Reisezeitraum vermerkt, sodass die Käufer genau nachvollziehen können, welche Route das Schiff genommen hat und wo genau das Schiff den Äquator überquert hat.

Linie Aquavit besticht vor allen Dingen durch einen milden und trotzdem würzigen Geschmack. Am ehesten ist die Spirituose mit Kümmel zu vergleichen. In Deutschland (größtenteils in Norddeutschland) wird Aquavit im Gefrierschrank gelagert und dann eiskalt als Shot, nach dem Essen serviert.

Dubonnet

Der Dubonnet* stammt aus Frankreich und ist maßgeblich an der Entwicklung des Weinaperitifs beteiligt worden. Er wurde das erste Mal im Jahr 1846 in Frankreich, von Joseph Dubonnet, kreiert. Bei der Zubereitung wird der Prozess der Gärung durch die Zugabe von Alkohol gestoppt. Dadurch entsteht ein wohlschmeckender, vermouth-ähnlicher Aperitif.

Die Spirituose wurde in der Vergangenheit verwendet, um Soldaten vor dem Tod durch Malaria zu schützen. Das enthaltene Chinin hatte eine abwehrende Wirkung gegen die Insekten. Da der bittere Geschmack bei den Soldaten nicht ganz so viel Anklang fand, wurde das Rezept nochmals überarbeitet, sodass ein süßlich Likör-ähnlicher Aperitif entstand. Die rote Farbe und der süßlich-fruchtige Geruch erinnern an Wein. Der Abgang ist sehr fruchtig und lang anhaltend.

Mit diesem Geschmacksprofil kann der Weinaperitif von Dubonnet* pur serviert werden. Sein Geschmack erinnert ein wenig an Sherry oder Portwein. Die Bitternoten sind zurückhaltend, der Geschmack ist eher süßlich. Daher kann die Spirituose entweder pur genossen werden, wem das aber zu süß ist, kann den Dubonnet* auch in verschiedenen Cocktails verarbeitet genießen.

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St. Raphael

St. Raphael

Ähnlich wie der Dubonnet stammt der St. Raphael* aus Frankreich und wird aus Rotweinen und ausgewählten Pflanzen hergestellt. Die Spirituose wird mit Chinin Baumrinde, Kakao, Vanille und Bitterorange verfeinert und erhält dadurch ein sehr ausgefallenen und perfekt ausbalancierten Geschmack. Dieser Geschmack ist frisch, vollmundig und dank Vanille und Kakao leicht süßlich.

Dadurch kann der St. Raphael* entweder pur genossen werden, oder in Aperitif Cocktail Rezepte verarbeitet werden. Lernen Sie den Klassiker kennen und servieren Sie einen leckeren Aperitif, mit dem St. Raphael*.

Bitteraperitifs

Die italienischen Bitteraperitifs sind die bekanntesten seiner Art. Charakteristisch für ein „echtes“ Bitteraperitif ist die rote Farbe und der niedrige Alkoholgehalt. Außerdem kann die Spirituose optimal in Cocktails verwendet werden. Ein Großteil der Bitteraperitif-Produktion wird in Italien vollzogen, es gibt jedoch auch einige Hersteller in der Schweiz. Normalerweise wird ein Bitteraperitif nicht pur getrunken. Vielmehr wird die Spirituose durch die Zugabe eines Fillers verlängert und dann so getrunken. Weiter unten können Sie noch diverse weitere Bitteraperitif Cocktail Rezepte entdecken und diese selbst zubereiten.

Poli Airone

Der Poli Airone* ist einer der bekanntesten Bitteraperitifs überhaupt. Er stammt aus Italien und kann dank seiner 17% vol. Alkoholgehalt hervorragend pur genossen werden. Der Bitteraperitif wurde zum ersten Mal im Jahre 1951 destilliert und ist seitdem nicht mehr aus dem Sortiment der Destillerie wegzudenken.

Seine intensive rote Farbe und sein würzig-fruchtiges Aroma haben den Poli Airone* zu einer der bedeutendsten Spirituosen der Destillerie gemacht. Durch diese Kombination schmeckt der Poli Airone* sehr gut pur oder auf Eis, kann aber auch als Cocktail serviert werde. Im Vergleich zu anderen Spirituosen schmeckt der Poli Airone* angenehm süßlich, aber nicht zu süß und angenehm würzig, aber nicht zu intensiv. Cocktail-Rezepte mit Bitteraperitifs können Sie weiter unten finden.

Picon

Picon* ist ein in Frankreich beheimateter Bitteraperitif Hersteller. Picon Bière ist das bekannteste Getränk des Bitterherstellers, das zu den sogenannten Amer Africain gehört. Geschmacklich liegt der Picon* zwischen Orangenschale, Chinarindenbaum und Enzian. Der Aperitif kann hervorragend pur oder auf Eis genossen werden. Es ist aber auch möglich, ihn in diversen Cocktails zu verwenden.

Typisch ist aber das Mischen mit Bier oder Champagner. In einigen Rezepte wird auch das Mischen mit Sekt empfohlen. Sie sollten den kräftig-herben Geschmack nicht unterschätzen und sich lieber vorsichtig an die Spirituose Rantasten. Wenn Sie dann allerdings Ihre Menge gefunden haben werden Sie den Picon* nicht mehr missen wollen.

Vermouth Drinks

Vermouth ist die mit Abstand bekannteste und größte Gruppe der Weinaperitifs. Die Spirituose stammt meistens aus Frankreich oder aus Italien und besteht immer aus Wermutkraut. Früher wurde Vermouth noch als Arznei verwendet, und wurde bei Krankheiten verschrieben. Heute wird Vermouth meistens verwendet, um leckere und wohlschmeckende Cocktails Aperitifs und Digestifs herzustellen.

Schon im 18. Jahrhundert wurde Vermouth erfunden und ist seitdem nicht mehr aus professionellen Bars als Cocktail-Zutat wegzudenken. Carpano heißt das erste Unternehmen, das im Herzen Turins mit der Herstellung der Spirituose beginnt. Bis heute steht die Marke für hervorragenden und köstlichen Vermouth, der auf der ganzen Welt für die Zubereitung von Aperitifs verwendet wird.

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Der Vermouth von Carpano* ist wie bereits erwähnt, der erste Vermouth, der jemals hergestellt wurde. Die rote, nach traditionellem Rezept hergestellte Spirituose zeichnet sich durch seine intensiven Gewürznoten und leichtes Weinaroma aus. Die Flasche ziert das Originalrezept, das der Gründer Antonio Benedetto Carpano im Jahre 1786 in Turin entwickelt hat. Der Vermouth ist etwas ganz Besonderes und sollte von Kennern und Anfängern in Cocktails aller Art, aber auch in Aperitifs verwendet werden.

Geschmacklich überzeugt dieser Vermouth durch angenehm-ausbalancierte Gewürznoten. Seine leicht bittere Note harmoniert sehr gut mit dem Vermouth-typischen, rotweinähnlichen Geschmack. Der Vermouth von Carpano* macht sich hervorragend in Cocktails wie dem Negroni. Durch die hohe Qualität und die geschmackliche Vielfalt kann dieser Vermouth aber auch hervorragend mit Sodawasser oder Tonic Water gemischt werden und als Aperitif gereicht werden.

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Noilly Prat

Der Dry Vermouth des Herstellers Noilly Prat* wurde erstmals im Jahre 1813 in Frankreich kreiert. Er kann perfekt verwendet werden um Cocktails-Klassiker, wie den Dry Martini oder Aperitifs aller Art zuzubereiten. Der Vermouth entsteht auf Basis zweier Weißweine, die in Süd-Frankreich angebaut wurden. Danach reift die Spirituose ganze fünf Jahre lang in Eichenfässern. Noilly Prat* ist unser Geheimtipp, der sich durch ein besonderes Preis-Leistungs-Verhältnis und seinem herausragenden Geschmack von der Konkurrenz absetzen kann.

Dieser Vermouth schmeckt nach Orangen, Vanille, Schokolade und Zimt. Dadurch sorgt er für ganz andere Geschmacksnuancen in Cocktails und Aperitifs aller Art. Der Dry Vermouth kann auch zum Kochen verwendet werden oder ganz klassisch mit Sodawasser oder Tonic Water aufgefüllt werden und danach getrunken werden. Lernen Sie den Dry Vermouth von Noilly Prat* selbst kennen und überzeugen Sie sich von seinem besonderen Geschmack.

Unterschied zwischen Digestif und Aperitif

Aperitif
Digestif
Wird vor dem Essen konsumiert
Wird nach dem Essen konsumiert
Hauptzutaten: Vermouth, Calvados, Vodka
Hauptzutaten: Sirup, Likör und/oder Sahne
„Trocken“ (Ohne Zucker zubereitet)
Sehr süßer Geschmack
Soll Appetit anregen
Soll die Verdauung anregen

Was ist überhaupt ein Aperitif?

Ein Aperitif ist genau genommen ein leicht alkoholisiertes Getränk, das ausschließlich vor dem Essen einer Mahlzeit getrunken wird. Durch den Konsum dieses Getränks soll der Appetit stimuliert und angeregt werden. Die Getränke die als Aperitif zählen sind vor allen Dingen Spirituosen mit Anisgeschmack oder Spirituosen, die auf Weinbasis hergestellt wurden (einschließlich bitter-, aromatisierter- und angereicherten Weinen).

Neben dem Negroni zählen auch der Manhattan Cocktail und der Old Fahioned, aber auch der Sidecar und der Dry Martini zu den bekanntesten Aperitif Rezepte. In Deutschland wird fast ausschließlich Bier als Aperitif genossen, in anderen Ländern aber auch Ouzo mit Wasser gemischt oder Champagner Cocktails.

Quelle: Ein Teil der Informationen aus dieser Seite stammt aus dem Buch „Cocktails“ von Franz Brandl, „The Ultimate Bar Book: The Comprehensive Guide to Over 1,000 Cocktails“ von Mittie Hellmich ​und aus dem Buch „Gin, Whisky & Co.: Das ultimative Barbuch“ von André Dominé.

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