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Whisky

Alles über die bekannte Spirituose

Auf dieser Seite möchten wir Sie ausführlich über Whisky informieren. Whisky ist eine Spirituose, die meistens in Schottland, Irland oder Amerika hergestellt wird und danach einige Jahre in Eichenfässern lagert. Die Spirituose ist gerade bei Kennern und Experten beliebt. Sie zeichnet sich durch ein unglaublich komplexes Geschmacksprofil aus.

Kein Whisky schmeckt wie der andere. Er kann sehr gut pur aus einem Tumbler oder auf Eis getrunken werden. Es gibt allerdings auch viele bekannten Cocktail Rezepten wie dem Manhattan Cocktail, Old Fashioned, Mint Julep, Rusty Nail oder Sazerac, die mit der Spirituose zubereitet werden.

Darum schreibt man Whisky mit „e“

Aufgrund der schon seit Jahrhunderten andauernden Debatte, über das wahre Ursprungsland von Whisky, kam es in der Schreibweise zu einer Abgrenzung zwischen irischem- und schottischem Whisky. Neben dem irischen wird auch oft der amerikanische Whiskey mit einem „e“ geschrieben.

Da es jedoch mittlerweile weitaus mehr Länder gibt, die die Spirituose herstellen, wie z. B. Indien, wird der Whisky je nach Herstellungstradition mit oder ohne einem „e“ geschrieben. So sehen sich z. B. viele japanische, taiwanesische und kanadische Hersteller in der schottischen Tradition und schreiben ihre Spirituose ohne ein „e“.

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Die Geschichte des Whiskys

Ob nun Irland oder Schottland als erstes den Whisk(e)y hergestellt ist ein Streit, der schon über Jahrhunderte andauert und mit hoher Wahrscheinlichkeit auch in Zukunft ungelöst bleiben wird. Jedoch lässt sich mit hoher Wahrscheinlichkeit die Whiskyproduktion auf Mönche im 5. Jahrhundert zurückführen, die sowohl in Schottland als auch in Irland die Einwohner missionieren wollten und ebenso das Wissen der Destillation mit sich brachten.

Die älteste schriftliche Aufzeichnung stammt aus dem Jahr 1494, in diesem der Mönch John Cor im Auftrag von König James IV. acht Ballen Malz kaufte, um daraus das Wasser des Lebens (Aqua Vitae) herzustellen. Heute als Whisky bekannt, wollten irische und schottische Auswanderer ihr beliebtes Getränk mit in die damaligen Kolonien der heutigen USA bringen. Da dort vor allem Roggen, Weizen und Mais – anstelle von Gerste – wuchsen, wurden diese zu den neuen Bestandteilen des Whiskys und charakterisieren heut noch jeden Bourbon.

Nach einigem Auf und Ab in den letzten Jahrhunderten der Whiskyherstellung – vor allem durch Steuern und Verbote – erfuhr die spirituose vor allem in den 1960er und 80er Jahren einen regelrechten Boom, der insbesondere Anfang der 2000er einen neuen Aufschwung erhielt. Daher entstehen immer mehr Destillerien, die sich der Herstellung von Whisky widmen oder auch immer mehr bestehende Brennereien werden vergrößert und erweitert.

Die verschiedenen Sorten

Die Sorten von Whisky lassen sich nicht nur nach ihren Herkunftsländern ordnen, sondern auch nach ihrer Herstellungsart. Zu einem unterscheidet sich auch die Schreibweise zwischen „Whiskey“ und „Whisky“.

Amerikanischer Whisky

Unter den amerikanischen Whiskysorten finden sich weitere Unterteilungen, die sich in Bourbon-, Rye-, Corn-, Straight-, Single Barrel Bourbon-, Tennessee- und Bonded Whisky gliedern lassen. Der größte und damit wichtigste Unterschied zwischen amerikanischem und schottischem/irischem Whisky, ist die überwiegende Verwendung von Mais- statt Gerstenmaische.

Bourbon wird aus einer Getreiderezeptur gebrannt, die einen Mindestanteil von 51% Maismaische hat. Der restliche Prozentsatz besteht aus gemalzter Gerste, manchmal auch aus Weizen. Nach dem Brennvorgang lagert der Bourbon in ausgebrannten Fässern aus amerikanischer Weißeiche. Eine weitere Voraussetzung für die Namensgebung, ist der Alkoholgehalt von mindestens 40% vol. Im Gegensatz zu Irland und Schottland, ist in den USA die Wiederverwendung der Fässer nicht gestattet. Eine erneute Verwendung der Bourbon-Fässer in Europa wird jedoch nicht untersagt.

Rye

Rye Whisky wurde speziell für die Verwendung in Cocktails erstellt und besitzt daher einen starken Eigengeschmack. Da die Maische aus mindesten 51% Roggen besteht, besitzt der Rye einen meist würzigen, trockenen und bitteren Geschmack. Die Lagerung dauert mindestens zwei Jahre, wird aber nicht selten auf mindestens vier Jahre verlängert.

Corn

Corn Whisky wird, wie der Name es schon andeutet aus Mais hergestellt. Die Maische muss hierfür einen mindestens 80%igen Maisanteil haben. Durch diesen hohen Anteil besitzt der Corn Whisky einen vergleichsweise süßlichen und milden Geschmack. Er bildet damit ein direktes Gegenbeispiel zum Rye.

Straight

Straight Whisky bildet eine Überkategorie, die Spirituosen bezeichnet, die aus nur einer Brennerei stammen und für mindestens zwei Jahre reifen. Es ist somit ebenso wie „Single“ eine Zusatzbezeichnung, die auf die Markenreinheit des Whiskys hinweist.

Single Barrel

Single Barrel Bourbon ist das amerikanische Pendant zu einem Single Cask Scotch. Auch hier wird der Whisky aus nur einem Fass abgefüllt. Da ein Barrel üblicherweise etwa 200 Liter Bourbon fasst, ist die Anzahl der abfüllbaren Flaschen begrenzt, weswegen diese Editionen meist hochpreisig zu erwerben sind.

Tennessee

Tennessee Whisky beschreibt tatsächlich meist einen Bourbon, der jedoch in dem Staat nicht als solcher explizit ausgewiesen werden muss. Die Spirituose muss lediglich in Tennessee gebrannt werden und das durch den „Lincoln County Process“. Dabei handelt es sich um ein spezielles Filtersystem, bei dem der ungereifte Whisky durch eine dicke Schicht Ahornholzkohle laufen muss, um gereinigt und gefiltert zu werden. Danach wird das Destillat in Holzfässer gefüllt und zur Reifung gelagert.

Bonded

Bonded Whisky sind Whiskysorten, die sich die Zusatzbezeichnung „Bottled in Bond“ verdient haben. Um die Voraussetzungen dafür zu erfüllen, muss das „Whisky Bündel“ aus einer Destillerie stammen, in einem bestimmten Zeitraum abgefüllt worden sein, besitzt je mindestens 50 vol % und stammt aus einem Lagerhaus unter Zollverschluss. Zudem muss die Spirituose mindestens vier Jahre lang gereift sein.

Schottischer und irischer Whisky

Generell sind beide Formen in der deutschen Sprache etabliert, jedoch bezeichnet „Whisky“ vor allem schottischen-, während „Whiskey“ für Sorten aus Irland und den USA genutzt wird. Zudem findet sich oft noch die Spezifikation des „Scotch Whiskys“. Die schottische Spirituose lässt sich in Single/Blended Malt, Single Cask, Blended und Single/Blended Grain unterteilen.

Single Malt (Scotch)

Single Malt (Scotch) Whisky wird hauptsächlich in Schottland hergestellt und darf ausschließlich aus gemälzter Gerste destilliert werden. Durch die zumeist zweifache Destillation in Pot Stills (ein tropfenförmiger Destillierapparaten aus Kupfer) wird die Gerste schonend und langsam gebrannt. Anschließend lagert die Spirituose in zuvor bereits für hauseigenen Whisky verwendeten Eichenholzfässern und reift für mindestens drei Jahre.

Den Großteil seines spezifischen Geschmacks erlangt die Spirituose erst durch seinen Reifungsprozess, was die Auswahl der jeweiligen Fässer besonders ausschlaggebend macht.
Die Bezeichnung „Single“ erhält die Spirituose nur, wenn die Fässer aus einer einzigen Brennerei stammen und er somit nicht mit Destillaten aus anderen Destillerien vermischt werden kann. Wird die Bezeichnung Blended Malt genutzt, handelt es sich um einen Blend und somit um eine Mischung aus ausschließlich Single Malt Whisky-Sorten. Tatsächlich sind nur etwa 10% aller weltweit verkauften Whiskysorten richtige Single Malts, von denen wiederum etwa 90% aus Schottland stammen.

Whiskygläser

Für gewöhnlich verbindet man mit Whisky einen sogenannten Tumbler, ein gerades zylinderförmiges Glas mit dickem Boden und einer handbreiten Höhe. Tumbler bieten zwar den Vorteil, für eine Vielzahl von Cocktails und Getränken genutzt werden zu können und zudem gut Platz für Eiswürfel zu bieten, allerdings gehen durch die große Glasöffnung verschiedene Aromen verloren. Zudem empfiehlt es sich, auf Eis im Glas zu verzichten, da durch die Kälte manche Aromen geschmacklich nicht wahrgenommen werden können und das geschmolzene Eis das Getränk verwässern kann.

Daher eignen sich Tumbler eher für einen einfachen Genuss oder für Blended oder Bourbon. Damit möglichst viele Aromen bei einer Verkostung geschmacklich und auch für die Nase erhalten bleiben, sollte man vor allem bei hochwertigen Single Malts auf tulpenförmige Gläser mit einem langen Stiel zurückgreifen, die sich durch einen geringen Öffnungsdurchmesser auszeichnen.

Das Glencairn Glas beispielsweise liegt nicht nur gut in der Hand, sondern verhindert mit seinem gläsernen Fuß auch relativ gut, dass die Handwärme an den Whisky weitergegeben wird. Das Glas verjüngt sich nach oben hin, was vermeidet, dass sich Aromen durch großflächigen Luftkontakt verflüchtigen.

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Ebenso eignen sich wie bei Kornbrand, KräuterlikörSloe Gin und Obstbrand auch Nosing-, beziehungsweise Tasting Gläser zur Verkostung. Diese haben ebenso eine tulpenähnliche Form, jedoch sind sie filigraner und haben einen längeren Stiel. Sie verhindern somit noch besser das Erwärmen des Whiskys durch die eigene Körperwärme, sind jedoch leider durch ihre Form auch zerbrechlicher als die niedrigeren Glencairn Gläser.

Allerdings fällt unter den Begriff Nosing-Glas auch der Cognac-Schwenker, welcher sich jedoch durch seinen zu voluminösen Bauch nicht sonderlich für die Spirituose eignet. Zu einer Verkostung sind zum Beispiel Grappa-Gläser sehr viel eher zu empfehlen als Schwenker oder Tumbler, da auch sie durch ihre Tulpenform die Aromen des Whiskys bündeln und direkt zur Nase führen. 

Wie lagert man Whisky?

Werden Weinflaschen hauptsächlich liegen gelagert, ist bei Whiskyflaschen die aufrechte Lagerung zu bevorzugen. Denn anders als Weinflaschen haben die Spirituosen einen Gebrauchskorken, der für das mehrmalige öffnen und verschließen eines Produktes entwickelt wurde. Demnach sitzen diese Korken nicht ganz so fest und können dementsprechend zur Verdunstung beitragen. Durch das aufrechte Lagern wird diesem Phänomen vorgebeugt und ein Whisky erhält länger seinen besonderen Charakter.

Die Herstellung

Step 1

Bei der Produktion der Spirituose sind vor allem die Punkte des Mälzen, Maischen, der Gärung, Destillation und Reifung grundlegend.
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Step 2

Beim Mälzen wird zunächst die Gerste in Wasser eingeweicht und anschließend zum Keimen gebracht. Nach gut einer Woche wird diese getrocknet. Wird für diese Trocknung Torf verwendet, bekommt die Spirituose einen eher rauchigen Geschmack.
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Step 3

Anschließen kommt das getrocknete Malz zum Maischen. Das Ergebnis dieses Schrittes ist eine süße, zuckerhaltige Flüssigkeit.
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Step 4

Diese auch als Würze bezeichnete Flüssigkeit wird nach dem Maischen zunächst zum Gären gebracht und daraufhin destilliert. Zum Schluss erfolgt die Reifung bzw. Lagerung in zumeist Holzfässern, die dem Whisky seinen ganz einzigartigen Geschmack verleihen.
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Step 5

Pro Jahr der Reifung verdunsten in etwa 2-3% des Fassinhaltes und wird daher als „Angels Share“ bezeichnet.
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So teuer kann Whisky wirklich werden

Der teuerste Whisky der 2018 verkauft wurde, war gleichzeitig auch die teuerste Spirituose weltweit und erzielte auf einer Auktion in Dubai ein rekordbrechendes Gebot. So teuer kann die Spirituose wirklich werden. Mit einer Reifedauer von 60 Jahren, wurde der Macallan Valerio 1926 für rund 950.000€ versteigert.

Dieser Single Malt wurde 1986 in vierzig Flaschen abgefüllt, von denen zwölf von einem Etikett geziert werden, das von dem italienischen Künstler Valerio Adami entworfen wurde. Diese limitierte Reihe hat damit einen echten Seltenheitswert, da niemand weiß, wie viele der Raritäten überhaupt noch existieren. Zu der damaligen Edition gab es noch zwölf weitere Flaschen, deren Etiketten allerdings von dem Künstler Peter Blake entworfen wurden. Ursprünglich wurden die Flaschen für etwa 22.000€ auf den Markt gebracht und teilweise schon damals für besondere Kunden reserviert.

Die Preishöhe derartiger Spirituose ist vor allem darin begründet, dass die lange Lagerung und Reifung von 60 bis sogar 70 Jahren nicht nur risikoreich, sondern auch kostenintensiv ist. Während dieser Zeit verliert das Whiskyfass durch Verdunstung jährlich bis zu etwa 2,5% seines Gesamtinhaltes.

Dieser Anteil wird als „Angels‘ Share“ bezeichnet. Dem „Schluck der Engel“, der zu Gunsten des Geschmacks und der Aromavielfalt metaphorisch gezollt wird. In der überaus langen Reifezeit nimmt zudem das Risiko zu, dass die Spirituose „umkippt“ und zu holzig schmeckt oder ungenießbar wird. Nur wenige Destillerien können sich daher erlauben, einen geringen Teil ihrer Produktionen so lange reifen zu lassen. Im Falle des Macallan Valerio 1926 kam zudem noch die Seltenheit als Sonderedition hinzu. Macallen ist eine der ersten legalen Brennereien Schottlands und zählt durch seine mehrfachen Spitzenverkäufe als die luxuriöseste Whiskymarke der Welt.

Bekannte Whisky im Test

FAQ

Welche Whisky Sorten gibt es?

Es gibt sehr viele verschiedene Whisky Sorten, die sich alle durch verschiedenen Herkunftsländer und verschiedenen Herstellungsverfahren auszeichnen. Die bekanntesten Sorten heißen: Singel Malt, Single Cask, Rye, Corn, Bourbon und Tennessee.

Welcher ist der teuerste Whisky?

Im Jahre 2018 wurde ein Whisky für ganze 950.000 Euro versteigert. Der 60-jährige Whisky wurde nur in 40 verschiedenen Flaschen abgefüllt, von denen das Etikett von einem bekannten italienischen Künstler entworfen wurde.

Welches Glas zu welchem Whisky?

Whisky wird klassischerweise aus einen Tumbler (auch Old Fashioned Glas) getrunken. Sie können aber auch ein Tastingglas verwenden, um die letzten Geschmacknuancen schmecken zu können.

Wann schreibt man Whisky mit einem „e“?

Alle Whisky, die in Irland oder Amerika hergestellt werden mit einem „e“ geschrieben. Schottische Destillate hingegen werden ohne „e“ geschrieben.

Ab wann darf man Whisky kaufen?

Whisky ist eine hochprozentige Spirituose, die erst ab einem Alter von 18. Jahre gekauft werden darf. Alkoholische Getränke wie Bier, Sekt oder Champagner dürfen schon mit 16. Jahren gekauft werden.

Wie schmeckt Whisky?

Das ist ganz unterschiedlich und jeweils vom Hersteller und dem Reifeverfahren abhängig. Teilweise schmecken unterschiedliche Sorten von einem und demselben Hersteller komplett unterschiedlich. Tendenziell schmeckt die Spirituose aber kräftig und würzig.

Wie trinkt man Whisky?

Whisky wird meistens ganz klassisch pur, auf Eis oder mit Whiskysteinen genossen. Alternativ können Sie die Spirituose auch in leckeren Cocktails wie dem Whisky Sour, dem Old Fashioned, dem Mint Julep, dem Sazerac oder dem Manhattan genießen.

Whisky mit oder ohne Eis?

Über diese Frage herrscht ein jahrzehnte-, wenn nicht Jahrhunderte langer Streit. Einige Profis schwören auf eisgekühlten Whisky, andere verabscheuen Eis in Ihrem Getränk. Tendenziell lassen sich mehr Aromen schmecken, wenn die Spirituose Zimmertemperatur besitzt. Daher empfehlen wir auch Whisky ohne Eis zu trinken.

Wo kauft man Whisky?

Whisky kann in Supermärkten und Getränk Läden gekauft werden. Teilweise ist in diesen Läden sogar in einer recht großen Auswahl vorhanden. Da das Angebot von verschiedenen Whisky allerdings sehr umfangreich ist, empfiehlt es sich auch online nach der Spirituose zu suchen und seinen persönlichen Favoriten zu finden und diesen ganz bequem bis an die Haustür liefern zu lassen.

Was kostet Whisky?

Whisky ist eine tendenziell teure Spirituose. Sie können auch günstige Spirituosen kaufen, dieser ist aber meisten nicht von einer geschmacklichen Vielfalt geprägt. Unsere klare Empfehlung: Lieber einen Euro mehr ausgeben, aber dafür einen guten und aromatischen Whisky genießen.

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